
Im Rechtsrheinischen entsteht ein neues Kölner Stadtviertel auf Basis des Integrierten Plans vom Kopenhagener Büro COBE.
Es soll nicht nur Wohnraum für bis zu 6900 EinwohnerInnen entstehen, sondern auch bis zu 6000 Arbeitsplätze, Kitas, Grundschule, Gastronomie Kultur- und Freizeiteinrichtungen sowie eine Vielzahl öffentlicher Räume. Der Besuch im Hafenareal soll eine lebendige Vorstellung vom künftigen Quartier vermitteln.
Nachdem wir uns im Info-Point eingefunden haben, erhalten wir von Ira Scheibe eine Einführung in den Planungsstand des gesamten Hafengebietes anhand des Models von COBE.
Nachdem alle ihre Sicherheitsausrüstung erhalten haben, machen wir uns auf in die Auer-Mühle, die Teil dieses Hafengebietes ist und größtenteils unter Denkmalschutz steht. In der Mühle, erbaut 1908-1909, wurde weit über 100 Jahre bis zuletzt 2021 Mehl hergestellt.
Die Mühle als Backsteinbau wurde mehrfach als Stahlbetonbau erweitert.1944 zerstört wurde die Mühle in ihrer heutigen Form 1950 wiederaufgebaut.
Das Korn wurde aus ganz Europa über den Rhein oder über einen Gleisanschluss herangeschafft, in unzähligen Arbeitsgängen weiterverarbeitet und als Mehl auf den gleichen Wegen wieder weitertransportiert. Um immer eine gleichbleibende Qualität zu erhalten, musste das Korn permanent neu gemischt werden. Das berühmteste Produkt war: Aurora-Mehl. Die jährliche Vermahlungskapazität lag bei 365.000 bis 380.000 Tonnen Korn und war damit eine der größten und bedeutendsten Mühlen in Europa.
Das geschlossene Äußere des Mühlengebäudes verrät kaum etwas über ihr Innenleben, und das hält Überraschungen parat, wie wir beim Rundgang durch die sogenannte weiße Mühle erleben.
Der Besichtigungsparcours durch die entkernte Auermühle dauert ca. 2 Std. und ist als gesicherte Route eingerichtet .Da für die 12 Etagen kein Aufzug zur Verfügung steht, beginnt der mühsame Aufstieg. Belohnt werden wir mit einem grandiosen Ausblick auf das Panorama von Köln bei Nacht.
Zurück auf dem Boden des Hafens gab es das Abschlussfoto und die Rückgabe der Sicherheitsausrüstung.
Den Abschluss bildete ein gemeinsames Essen in einem türkischen Restaurant. Die Führung fand In Kooperation mit Ira Scheibe, Architekturführungen und mit freundlicher Unterstützung der moderne stadt GmbH statt.


