Im Rahmen des diesjährigen Tags der Architektur besuchten zahlreiche VfA-Kolleginnen und -Kollegen gemeinsam mit vielen weiteren Architekturinteressierten das neue Katastrophenschutzzentrum des Deutschen Roten Kreuzes im Krefelder Gewerbegebiet Den Ham und wie versprochen gab es auch Bratwurst. Das Projekt wurde von unseren VfA-Kollegen Martin Sulke und Jörn Strümpel-Walter geplant und realisiert.
Foto: Severine Nicolaus
Bereits bei der Ankunft wurde deutlich, dass hier ein Gebäude entstanden ist, das Funktionalität und architektonische Qualität überzeugend miteinander verbindet. Besonders herzlich wurden wir vom Bauherrn Dieter Thelen, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Krefeld, empfangen. Mit sichtbarem Stolz präsentierte er das neue Zentrum und gab interessante Einblicke in die Anforderungen und Abläufe des Katastrophenschutzes.
Der Neubau vereint eine großzügige Fahrzeughalle mit einem Verwaltungs- und Schulungstrakt, die sich winkelförmig um eine gemeinsame Hoffläche gruppieren. Die transluzente Gebäudehülle der Fahrzeughalle sorgt nicht nur für eine markante Erscheinung, sondern lässt Tageslicht tief in die Halle einfallen und schafft gleichzeitig optimale Bedingungen für die flexible Nutzung. Die stützenarme Konstruktion ermöglicht es, unterschiedlichste Einsatzfahrzeuge und Ausstattungen unterzubringen und den Betrieb auch an zukünftige Anforderungen anzupassen.
Foto: Severine Nicolaus
Im Verwaltungsgebäude befinden sich Büro- und Schulungsräume, Umkleiden, Lagerflächen sowie eine Einsatzküche. Insgesamt bietet das Zentrum zeitgemäße Rahmenbedingungen für die Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes und verbindet funktionale Anforderungen mit einer klaren architektonischen Sprache.
Auch die Zahlen verdeutlichen die Dimension des Projekts: Auf einem rund 4.500 m² großen Grundstück entstand eine ca. 1.500 m² große Fahrzeughalle mit zusätzlichen Lagerflächen. Zur technischen Ausstattung gehören unter anderem Wärmepumpen, eine Notstromversorgung, eine Wasserenthärtungsanlage, eine Fahrzeugwaschanlage sowie eine Regenwasserzisterne mit 500.000 Litern Fassungsvermögen. Die Gesamtinvestition belief sich auf rund vier Millionen Euro, wobei der größte Teil der Kosten durch Fördermittel des Landes Nordrhein-Westfalen getragen wurde.
Der Besuch bot nicht nur die Gelegenheit, ein gelungenes Bauwerk kennenzulernen, sondern auch mit den planenden Kollegen und dem Bauherrn ins Gespräch zu kommen. Das Katastrophenschutzzentrum zeigt eindrucksvoll, wie anspruchsvolle Architektur einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag leisten kann – funktional, wirtschaftlich und gestalterisch gleichermaßen.
Wir bedanken uns herzlich bei Martin Sulke, Jörn Strümpel-Walter und Dieter Thelen für die freundliche Begrüßung und die spannenden Einblicke hinter die Kulissen dieses gelungenen Projekts.
Foto: Severine Nicolaus
